Baden in der Ostsee Mai - September 2018:
Einige Male Bad in der Ostsee, die sich diesen Sommer, bei ungewöhnlich vielen Tagen mit knalliger Sonne bis auf 22°C aufheitzte.
Diese Bäder muß ich ja nicht extra kommentieren, in der Zeit badet jeder...
Auf der Seite Übersicht 2018 einige Links zu Videoclips aus den ersten Mai-Tagen.


Bäder in der Ostsee ab 3. Oktober 2018:
Nach etwa 3wöchiger Pause wieder mal ein Bad in der Ostsee, die sich auf "amtliche" 14° C. abgekühlt hatte, mit an der Oberfläche eher gegen 15° C.
Wegen der längeren Pause war ich mir nicht ganz sicher, wie weit ich schwimmen würde, aber es ging doch sehr gut, von etwa 50 Meter vor DLRG-Turm Mitte bis Turm Ende Kaiserallee und natürlich zurück.
Das Wetter, das Wasser: ein Traum.
Auf der Promenade: Besucher dicht an dicht, Travemünde am Nachmittag fast überlaufen.
Im Wasser: n i e m a n d, außer mir.

Das Beste an der Sache:
I c h hatte noch mit einer abklingenden Erkältung zu tun, die auf die Bronchien geschlagen war, mit abklingendem Husten.
Ich bin 62 Jahre, und gehe in dem "Zustand", also ganz sicher nicht 100% gesund, ins Wasser, schwimme dort gute 20 Minuten.
Und andere, junge Männer, fit, nicht krank, kerngesund?
Diese Schlaffheit, dieses am Leben vorbeigehen, n i c h t s mehr machen, außer mit dem I-phone rumkaspern, ist einfach nur bemitleidenswert.
Das Wasser hat 15° C., und ich werde von den Leuten angestaung, als ob da im Wasser Eiswürfel schwimmen würden.
Die Ostsee hat im Sommer, zu meiner Schulzeit, auch kaum mehr als 15° C. im Hochsommer gehabt, und die Leute sind dennoch in Scharen reingegangen.


5. Oktober:
Wasser wieder traumhaft, ich m u ß einfach rein, trotz des leichten Hustens.


7. Oktober:
Ich merke, daß die abklingende Bronchitis sich durch das Baden - jeweils Strecke zwischen den beiden Türmen - sich eher bessert. Ich bade heute ausdrücklich nicht trotz, sondern w e g e n der Rest-Bronchitis.
Ich kann das machen, da der Körper trainiert ist; andere sind da bitte doch vorsichtig, bitte nicht übertreiben, ja?


9. Oktober:
Nach kühlen Nächten Ostsee bei amtlichen 13° C., also vielleicht noch 14. C - auch gut!
Ich war dort schon bei 9° C. für 16 Minuten drin, also, was soll sein.
Ich bin jetzt wieder "drin", mein Körper hat sich an das Wasser gut gewöhnt.
Als ich reingehe, ist es etwa 18.30 Uhr: Ostsee spiegelglatt, ein schöner Abendhimmel mit wunderbarem Panorama.
Ich schwimme nur deshalb nur bis zum Betonsteg, da meine Frau mit einem Essen auf mich wartet.
Als ich wieder kurz vor dem Rausgehen bin: Wasser fühlt sich körperwarm an!
Einfach toll, noch etwas im seichten Wasser zu träumen, vor dem Rausgehen.
Als ich am Strand bin, kann ich gerade noch mein Handtuch finden, nur der Abendhimmel ist noch gut zu sehen.

Naturschlaf: Das Schwimmen macht sich jetzt auch beim Schlaf positiv bemerkbar:
(erst) gegen 21.40 Uhr ins Bett, dann gegen 2:40 Uhr ausgeschlafen aufgestanden.


10. Oktober:
Nachmittags gegen 16.00 Uhr wieder eine Möglichkeit, zum Schwimmen. Wieder meine Standard-Strecke, dieses Mal die ganze Strecke, bis zum Turm.
Man merkt: Der Körper wird gefordert, zumal auf dem Hinweg durch kleine Wellen etwas anspruchsvoller. Der Rückweg dann entspannter, bei sehr schönem Oktoberlicht am sich milchig bewölkenden Himmel.
Nach etwas 4/5 der Strecke in seichtem Wasser urplötzlich ein heftiger Krampf im Unterschenkel - wie gut, daß ich schon im flachen Wasser bin, und wie gut, daß ich immer nur dort schwimme, wo man auch S t e h e n kann. An solchen Situationen erkennt man erst, wie wichtig das ist, denn ich bin schließlich, wie immer, a l l e i n unterwegs. Mit dem Stehen auf dem Sand ist der Krampf schnell wieder weg, es kann weitergehen . . .
Das Herausschwimmen in klarem Wasser über den sandigen Grund, bei 60 cm Wassertiefe, einfach nur genial, Entspannung pur, ganz e i n s mit der Ostsee.
Nach dem durchaus fordernden Schwimmen kann man sich jetzt völlig lockern, der Körper wird von den Wellen, in den lang ausholenden Schwimmbewegungen, sanft beschleunigt und wieder gebremst.
Man schwimmt nicht mehr in der See, sondern See und Körper werden eine Einheit, man erlebt sich als Teil der Natur, und dieses Erleben ist, mit dem durch und durch belebtem Organismus, viel intensiver, als man das in den Sommermonaten spürt.
Es ist auch meist irgendwie immer etwas Lustiges dabei: heute, kurz vor dem Betonsteg, kommt mir aus Richtung Brodten ein Sportler auf einem Surfbrett entgegen.
Er steht aufrecht auf seinem weißen Brett, mit einem langen Paddel, mit einem Neopren-Anzug, inkl. Mütze.
Er kommt direkt auf mich zugepaddelt, er will offensichtlich den seltenen "Fisch" mal aus der Nähe begutachten, ob ich etwas an habe, etc.
Ich, als wir uns begegnen: "Ganz schön Betrieb hier heute!" (natürlich ist außer uns n i e m a n d weit und breit zu sehen, so weit das Auge reicht)
Er: "Außer Ihnen habe ich hier noch keinen gesehen."

In der naheliegenden Wohnung dann den F e h l e r gemacht, mithilfe der Dusche rasch wieder den Körper aufzuwärmen. Das sollte man eher nicht machen - wenn es irgend geht, sollte der Körper aus eigenem Antrieb wieder schön warm werden, das regt die Durchblutung doch ganz anders an. Mit dem Duschen nimmt man dem Körper auch "etwas" (d.h. bis hin zu völlig!) den "Reiz", sich an das Geschehen anzupassen,
sprich: der Trainingseffekt wird reduziert.
Ich schreibe das jetzt gegen 2:28 Uhr am 11. 10., mit spürbar warmen Händen - ohne Aufwärmen durch Duschen wären sie n o c h wärmer!

Warum das alles, warum geht jemand am 10. Oktober in der Ostsee Schwimmen?
Nun, ich würde sagen: Aus dem gleichen Grunde, warum die anderen Leute im Juli und August Baden gehen, weil es im Wasser einfach schön ist, dem Körper guttut, man seine Freude am Bad hat.
Im Oktober ist ein Bad zudem biologisch
w e r t v o l l e r, fordernder: Man merkt, daß das Herz zu tun bekommt, mehr als sonst, also auch hier setzt ein gewisses Training, auch eine Reinigung für den ganzen Organismus ein.
Dann: Die Natur ist eine andere, sie wird viel intensiver erlebt: einmal durch den Reiz, und dann wohl auch dadurch, daß da niemand anderes im Wasser seine Allotria treibt.
Nicht zu verachten: Ende August waren in dieser Saison, vor allem Anfang September, jede Menge Feuerquallen in der Ostsee, so daß an einem Tag allein in Travemünde mehr als 500 Kurgäste über Reizungen klagten; mich hatte es auch zwei Mal erwischt, zuletzt, schwächer, gegen Mitte September.
Das hat mir das Baden zu der Zeit völlig verleidet, das mag man dann nicht mehr.
Am 3. Oktober auch noch schwache Reizungen durch Berührung von Resten von (unsichtbaren) Tentakeln.
Ab 7. Oktober war da nichts mehr, das Wasser frei, das Thema Quallen war dann ja wohl durch für 2018.
Auch das: v i e l wert!

Naturschlaf: Gegen 22.10 Uhr zu Bett. Aufstehen gegen 1:30; anfänglich natürlich Müdigkeit, wegen dem späten Zu-Bett-Gehen, die aber jetzt - 2.04 Uhr - weg ist.


13. Oktober: Wieder in die Ostsee:
Ein unglaublicher Tag: Blauer Himmel, ein warmer Herbsttag, mit sommerlichen Temperaturen von mittags 26° C.
Der Strand ist für die fortgeschrittene Jahreszeit gut besucht, aber längst nicht voll.
Im Wasser ist n i e m a n d!
Wassertemperatur amtlich immer noch bei 13° C.
Ich freue mich sehr auf das Baden bzw. Schwimmen - die Marke DLRG-Turm Richtung Brodtner Ufer ist von Beginn an gesetzt.
Das Hineingehen etwas leichter als noch am 10. Oktober.
Wasser: wie ein Kristall
Etwas kleinwelliger Wellengang von schräg hinten.
Herbstbaden at it's best . . .
Auf der Höhe des Betonsteges fällt mir auf, daß ich hier sonst ein Prickeln im ganzen Körper spürte - heute nicht.
An dem DLRG-Turm schwimme ich dann wie von selbst einfach vorbei - schaffe ich das bis zum nächsten Badesteg, ich meine: schaffe ich das ohne "Krampf", geht das glatt durch?
Ich schwimme also bis zum Steg, ganz bewußt in ziemlich flachem Wasser, um bei einem Krampf sofort mit dem Fuß auftreten zu können.
Am Steg geht es zurück - die Wellen kommen jetzt von vorne, sie machen Probleme.
Ich schwimme also ab und an auf dem Rücken, auch der Kopf wird gut bespült.
Auf Höhe des Betonsteges wird es kurz etwas mühsam, es strengt etwas an, aber einzig und allein wegen der Wellen.
Kälte? Nein - es werden noch nicht einmal die Beine/Unterschenkel kühler, man schwimmt genau so wie im Sommer.
Das Wasser hat auch niemals 13° C - das sind 14° oder 15° C!
Kurz vor dem Badesteg "Lisa Dräger", dessen Planken bereits abgebaut sind und der wohl demnächst ganz zurückgebaut werden soll, geht der Schwimmstil über in lange, gleichmäßig Züge, mit Eintauchen des Kopfes - so schwimmt es sich bei den kleinen Wellen von vorne wirklich am leichtesten.
Nach diesem Badesteg lasse ich mich für einen Moment in herrlichstem Sonnenschein in der See einfach treiben, Hände unter dem Kopf veschränkt, wie auf einer Blumenwese liegend . . .
Dann geht es in langen, entspannten Zügen Richtung Ufer.
Kalt ist mir nicht, ich könnte noch sonstwo hinschwimmen . ..


Am Nachmittag fällt mir vom Appartment aus ein Herr auf, der sich am LD-Badesteg ins Wasser traut.
Der Herr hat eine sehr starke Konstitution, mag so gegen 110 bis 120 kg auf die Waage bringen.
Er taucht zwei Mal kurz in die See ein, dann geht er langsam wieder aus dem Wasser.
Er war wohl insgesamt ca. 4 Minuten in der Ostsee, davon 2 x 10 Sekunden ganz im Wasser.
Hallo?
Was für ein - pardon - I d i o t ! Er i s t in einem Wasser, das s c h ö n e r nicht sein könnte, es dürfte gar nicht wärmer sein für ihn, das Wasser ist p e r f e k t für ihn, auch um mal ein paar seiner Pfunde loszuwerden.
Was macht der "Kerl" (ist er ja leider offensichtlich nicht)?
Auch nicht der Versuch, mal sich ein b i ß c h e n etwas zu trauen, wie ein ängliches, verschüchtertes Mädchen macht er sich von dannen.

Eine halbe Stunde später: ein ca. 16 Jahre altes Mädchen geht dort im Badeanzug ins Wasser, schwimmt, ist mal mindestens für etliche Minuten im Wasser, schwimmt u. a. einmal um den Steg herum. Und für einen starken, beleibten Mann soll das nicht gehen?
Wir haben Sonnabend, wir haben einen Strand, wir haben blauen Himmel, nicht eine Woke zu sehen, Temperatur zwischen 24° und 26° C., Wasser ziemlich sicher um die 15° C. Und von 13.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr waren in dem Abschnitt inkl. mir d r e i Leute im Wasser, einer davon nur für Sekunden drin?



15. Oktober:
Habe nachmittags die Kinder. Gegen 17.00 Uhr steht die Sonne schon sehr tief, endlich wollen beide Kinder an den Strand. Als ich dort ein einsames Ehepaar mit Kindern finde, deren Kinder vor am Wasser spielen, wage ich, mich auch auszuziehen.
Natürlich kann ich nirgendwo "hinschwimmen", aber ein paar Meter vom Ufer weg geht schon.
Die Ostsee ist ruhig wie ein Binnensee.
Die Anzeigetafel bei der DLRG, die natürlich selbst nicht mehr da sind, zeigt an:
Luft 21° C.
Wasser 13° C.
Ich kann vielleicht 10 Minuten auf Höhe der Kinder drin bleiben, zumal alle vier Kinder unter Aufsicht der beiden Eltern - die Mutter steht daneben - gemeinsam am Wasser spielen.
Als ich rauskomme, möchte meine Tochter unbedingt mal probieren.
Als ich sie über die Steine ins Wasser trage, sie zuerst nur mit den Füßen, dann, ein paar Meter weiter bis zu den Unterschenkeln ins Wasser stelle, meinte sie: "Das ist w a r m !".


18. Oktober:
Nachmittags bei 21° C Luft und 13° C. Wasser bei fast spiegelglatter Ostsee von meiner üblichen Stelle (die beiden Villen mit meritan anmutenden Nadelbäumen davor) Richtung Brodtner Ufer unterwegs.
Am DLRG-Turm vorbei, ohne das bewußt zu entscheiden - fiel mir erst nach etlichen Metern auf, daß ich schon weiter war.
Dann bis zum mittleren hölzernen Badesteg, der etwa 100 Meter weiter kommt.
Wieder zurück, zum Teil herrlich entspannt auf dem Rücken etwas im Wasser gestrampelt.
Ich merkte, daß ich bei normaler Schwimmweise jetzt drohte, etwas auszukühlen.
Es setzte eine ziemlich kräfte Atmung ein, mit k r ä f t i g e m Luftholen, und k r ä f t i g e m Ausatmen, so, wie ich das vom Schwimmen im Hochsommer her nicht kenne.
Das stärkt natürlich die Lungen.
Auf Höhe des Betonsteges noch immer sehr angenehmens Schwimmen, die Schwimmzüge werden ruihiger, etwas länger.
Von dort an, nach dem Passieren des Betonsteges, macht das Schwimmen am meisten Spaß.
Ich genieße das langsame Ankommen, in dem sich noch ganz leicht "erwärmenden Wasser - das ist dort ja über etliche Meter nur 50 cm tief.
Wolkenloser, leicht milchiger Himmel.
In der Wohnung: Körper hat innere Aktivität, aber ich Dusche nicht, die Temperatur erhoht sich von alleine.
Essen: Ruccola-Salat mit Öl und Schafskäse, dazu in den Salat Bratkartoffeln aus einer Packung. Schmeckt.
In Lübeck gegen 19.30 Uhr ins Bett - jetzt, beim Schreiben dieser Zeilen, nach Tee aufsetzen etc. zeigt die Uhr 23.10 Uhr; Aufstehen war gegen 22:45 Uhr.
Noch ca. 5 Tage bis Vollmond - diese Tage vor Vollmond gilt es gut auszunutzen! (Vgl. L. Kolisko: Pflanzen und Mond, 1933).




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