Baden im Rhein ab 21. März 2019

21. März 2019
Erstes kurzes Bad im Rhein, nach einer Pause von 4 Monaten!!!

Das letzte Mal war ich ca. 10. November im offenen Gewässer, und zwar beim Besuch der wunderbaren Ostsee-Therme direkt an der Ostsee/ Timmendorfer Strand.
Dort bin ich durch die Schleuse - nur mit Badehose, ohne Handtuch - an den Strand, dort dann gleich in die Ostsee, bei etwas Wellengang: h e r r l i c h. Mit das schönste Herbstbaden, an das ich mich erinnern kann.
Das Wasser, die Natur - ein Gedicht.
Danach noch ein kleiner Strandlauf, mit den Füßen in den anlaufenden kleinen Wellen.

Danach, wie gesagt, ziemlich lange Pause, da kommt man dann schon aus der Übung, man geht dann nicht mehr so "einfach" ins Wasser. Temperaturen um 4 oder 5° Celsius bleiben für mich dann eher "unerreichbar", ich hätte ganz sicher Probleme beim Reingehen, auch beim Drinbleiben.

Nachdem sich der Rhein dann wieder auf 8° C. erwärmt hatte, ein erster Versuch, wieder "reinzukommen". Ich hatte damit schon einige Tage vor dem 21. März begonnen - erst einmal nur mit den Füßen rein, ein bißchen hin- und herlaufen, sich sozusagen "von unten nach oben" an das Thema wieder heranarbeiten.
Am nächsten Tag dann schon bis zu den Knien ins Wasser, auch möglichst ein paar Minuten länger.
Das Wasser eher schneidend kalt, kann ich nicht anders sagen.
Nächster Tag dann: bis zur Badehose - ich meine, das war der 19. März.
Es versteht sich fast von selbst, daß ich dann, ab dem Neubeginn, auch j e d e n Tag zum Rhein mußte, sonst kann man es ja gleich sein lassen. Man muß, wenn man so lange aus dem Training ist, schon d r a n b l e i b e n mit der Gewöhnung/ Abhärtung, sonst würde sich das ewig in die Länge ziehen.


Bad im Rhein am 22. März: Herbstbaden für die, die den Versuch machen wollen, im Frühjahr n e u in das System hineinzukommen:
Am 22. März dann die Idee einer Aufnahme, wie man nach einer P a u s e wieder ins kühle Wasser kommt. Elke nimmt auf. Sehr tapfer versucht sie danach gleich einen Einstieg - aber, no way. Ich prophezeihe ihr gleich, daß sie da heute nicht reinkommt.
Sie war ja im Oktober 2017 an gleicher Stelle mit mir tapfer in den Rhein gegangen - aber, damals hatte der Fluß noch gut 16° C. Das sind, gegenüber den Temperaturen, die wir aktuell haben, Verhältnisse wie an der Riveria, das ist noch richtig w a r m gegen das Wasser jetzt. Ja, wirklich, für einen gestandenen "Herbstbader" sind 16° C. immer noch richtig warm an, da kann man dann 30 oder 40 Minuten Baden, das sind eher noch sommerliche Temperaturen, über die die Ostsee nach einigen kühleren Tagen auch im Hochsommer (früher, in den 70er Jahren) nicht hinauskam.
https://www.youtube.com/watch?v=5lSNuHu3Yn8


Also, so geht's:
A) Man muß sich zuerst eine geeignete Stelle aussuchen, ein offenes Gewässer, wie auch immer. Das könnte ein verwaister Schwimningpool sein, besser und interessanter wäre aber ein offenes natürliches Gewässer.
Wenn natürliches Gewässer, dann muß gewährleistet sein, daß
- Sie über einige Meter Uferbereich sehr gut stehen und im Wasser laufen können, und
- daß Sie das Gewässer auch ganz mühlelos wieder verlassen können.

Sie wissen, wenn Sie den Versuch machen, im Frühjahr in das System des Herbstbadens einsteigen zu wollen, nie ganz genau, wie Ihr persönlicher Körper darauf reagieren wird.
Sie sollten dabei s t ä n d i g aufmerksam den "Ist-Zustand" ihres Kreislaufsystems abfragen, ob Sie sich noch wohlfühlen, ob noch alles o.k. ist. Sollte das Herz sich bemerkbar machen, dann eher etwas langsamer an die Sache herantreten, wieder etwas aus dem Wasser herausgehen.
Wer sich nicht sicher ist, der reibt sich einfach mit dem Wasser von oben bis unten eiin und legt sich auf ein Handtuch - so kann ja doch eher nichts passieren.
Zumal mit Sonnenschein ist das ein herrliches Erlebnis, und Ihr Körper wird Ihnen sehr dankbar sein, daß er mal wieder das volle Sonnenlicht bekommt und wieder ein bißchen Vitamin D herstellen darf.
Die hier skizzierte Stelle sollte von Ihrer Wohnung in einigen Minuten, max. in einer Viertelstunde erreichbar sein!

B) Wenn Sie eine solche geeignete Stelle gefunden haben, dann steigen Sie dort ins Wasser.
- Tag 1: bis zu den Fußknöcheln. Dauer: einige Minuten, so gut es eben geht, ohne daß Sie "Eisfüße" bekommen.
- Tag 2 und 3: evtl. noch einmal das Gleiche wie am 1. Tag.
- Tag 3 odrer 4 ff: bis zu den Knien ins Wasser, gern auch am nächsten Tag nochmal. Ein Tag Pause wäre rel. unschädlich, aber längere Pausen wären zu vermeiden, sonst werden Sie kaum Fortschritte machen können.
- 4., 5. oder 6. Tag: Bis zur Hüfte. Wer möchte, kann sich schon einmal die Arme mit dem kühlen Naß benetzen. Auch an den Tagen vorher können Sie ja jederzeit einige Körperstellen mit Wasser abreiben und sich dann auf einer Decke in der Sonne/ an der Luft trocknen lassen - das ergibt für den Körper bereits einen sehr schönen Abhärtungseffekt.
Dann, nach einer Woche bis 10, 14 Tagen: Sie gehen wie gewohnt ins Wasser, dann bespritzen Sie auch Schultern, Oberköprer und Rücken mit Wasser und reiben die Haut mehrfach gut ein.
Sollte dann auch noch etwas Sonne da sein, ist das Eintauchen in die Fluten kein großes Thema mehr.
Bitte erst einmal nur kurz eintauchen, dann wieder mit dem Oberkörper aus dem Wasser, um dem Kreislauf eine Verschnaufpause zu gönnen. Dann wieder kurz ins Wasser, und vielleicht etwas länger drin bleiben - je nach Stimmung dann ggf. auch ganz drin bleiben, für vielleicht ein, zwei oder drei Minuten.
Viel länger würde ich am Anfang nicht empfehlen, es sei denn, Sie haben eine Bärenkonstitution und wissen ganz genau, was Sie machen, was Sie sich zumuten können.

C) Wenn Sie "drin" sind, also es geschafft haben, ganz ins Wasser einzutauchen, bei Temperaturen zwischen 7 und 16° C. - darunter wäre es schwierig, darüber hat es kaum mit "Herbstbaden" zu tun - dann bitte unbedingt dranbleiben.
Das nächste Bad solte dann innerhalb der nächsten 3, besser innerhalb der nächsten 2 Tage stattfinden. Sie haben jetzt, was Ihren Fluß anbetrifft, sozusagen "einen Fuß in der Tür" - das gilt es auszunutzen.
Es wird Ihnen ab jetzt von Tag zu Tag leichter fallen, ins Waser hineinzukommen, nach einigen Malen ist auch das längere "Drinbleiben" kein Thema mehr und Badezeiten von einigen Minuten bei Temperaturen von um 10° C ohne weiteres möglich -
willkommen im Club der Herbstbader!


Rheinbad 24. März:
Sehr schönes Bad gegen 15.00 Uhr, ab und an mit etwas Sonne. Nach ca. 8 Minuten bin ich aus dem Wasser, da gute Bekannte, die ich letztes Jahr dort an der Mole getroffen hatte, auf der Mole auftauchten um dort vor malerischen Hintergrund einen kurzen Videoclip aufzunehmen.


Bad im Rhein, 26. März 2019, mit freilebender Nutria (Bieberart):
Am 24. März konnte ich bei schönem Weter schon deutlich länger im Waser bleiben, was mich eher überraschte - ich hätte das, nach sol langer Pause, eigentlich nicht erwartet. Also, wenn man das Herbstbaden l ä n g e r regelmäßig macht, dann gibt es offensichtlich einen Trainingseffekt im Gewebe, der in die Tiefe geht, außer der Bildung von braunem Fettgewbe sich wohl auch in die Ausbildung von feinen Kapillaren erstreckt.
Am 26. mache ich eine Videodokumenttion, die eigentlich nur für mich selbst bestimmt ist, ich möchte einfach nur eine saubere Kontrolle haben über meine Zeit, die ich im Wasser bin.
Die Aufnahme entwickelt sich aber doch etwas anders, als geplant: Als ich gerade dabei bin, einzutauchen, bemerke ich im Rhein ein T i e r , das an mir ganz geruhsam vorbeischwimmt, in einer Entfernung von kaum drei Metern!!!
Das Beste - als es eigentlich schon an mir vorbei ist, dreht das Tier, das ich auf den ersten Blick als "Biber" einordne, noch einmal um und schwimmt direkt auf mich los.
Trotz allem Interesse für das seltene Tier wird mir doch etwas mulmig, ich lege, wengistens gedanklich, schon einmal den Rückwärtsgang ein, bin bereit zu schneller Flucht aus dem Wasser.
Das wird zum Glück nicht nötig - ich spreche mit dem Tier, es dreht daraufhin ab und ich kann es auf der anderen Seite der Mole noch direkt aus der Nähe aufnehmen. Es tut mir sogar den Gefallen, kurz aus dem Wasser zu kommen, so daß ich die Nutria (Bieberratte), denn darum handelt es sich, aus der Nähe aufnehmen kann.

Als ich dann gleich wieder ins Wasser gehe, sehe ich die Nutria nicht mehr - für mich ist das aber, auch vom Habitus, als es sich an Land kurz putzt, eher ein Biber, und ich habe sehr großen Respekt vor seinen Tauchleistungen: ich gehe vorsichtshalber gar nicht weiter rein, bleibe absolut in Ufernähe, um ggf. sofort draußen zu sein. Sicher ist sicher.
Ich würde jedem, dem so ein Tier i m W a s s e r begegnet, nur raten, sich ruhig zu verhalten, eher Abstand zu gewinnen. Auch sollte man sich, wenn man von dem Tier angegriffen werden sollte (unwahrscheinlich, aber auch nicht völlig ausgeschlossen, wenn es z. B. ein Weibchen mit Jungen ist), keinesfalls mit den Händen verteidigen. Diese Tiere haben Zähne, mit denen sie Bäume fällen . . .
Ich bin vor 40 Jahren einmal im Hamburger Volkspark von einen "kleinen, niedlichen" Jung-Eichhörnchen, daß ich unbedingt einmal in der Hand haben mußte, tüchtig und völlig zu recht in den Finger gebissen worden - d a n k e ! Das reicht dann erst einmal . . .


Das Rheinbad am 26. März zeigt zwei wichtige Aspekte:

A) Die reine Badezeit: ich meine, das sind gut 12 Minuten, und das bei 9,3° C - gar nicht so übel für einen sportlichen Wiedereinstieg in das System des Herbstbadens, nach so langer Pause.
Ich schreibe diese Zeilen morgens gegen 4:30 UIhr (dank Naturschlaf), kann nur sagen: Füße und Hände fühlen sich schön warm, gut durchblutet an. Vielleicht ist auch der Kopf e t w a s besser durchblutet, das Schreiben fällt mir leichter, also sonst.

B) Mein Bauchansatz: In der Aufnahme vom 22. März 2019 sieht man sehr deutlich eine sich ausbildenden "Wampe", auch bei mir, für den, dank "Herbstbaden" das Thema "Bauch" kein Thema (mehr) ist.
Man vergleiche einmal, 22. März:

https://youtu.be/5lSNuHu3Yn8?t=98

26. März, also nur 4 Tage später, ohne Diät, n u r der Einfluß des Badens:
https://youtu.be/XqIZfMnrbe8?t=36


Man schaue sich bitte die Veränderung in den nur vier Tagen an, das muß man gar nicht weiter erläutern.


Bad im Rhein am 27. März:
Der Trainingseffekt macht sich allmählich bemerkbar.
Keine Temperaturmessung, aber um die 9° bis 10° C.
Badedauer:
gut 16 Minuten.
https://www.youtube.com/watch?v=4toqCmUnnCo



Bad im Rhein am 28. März:
Ich gehe etwas früher in den Rhein, gegen 13.30 Uhr, sozusagen als "Mittagspause", sog. "Lunchbaden". Ich nehme mir vor, bewußt etwas länger im Wasser zu bleiben, um den Trainingseffekt weiter auszubauen, den kurzen Anfahrtweg zum Rhein auszunutzen, um den Körper wieder gut an die frischeren Wassertempearturen zu gewöhnen.
Vor allem hat mir die Begegnung miti dem Rheinbiber am 26. 3. 2019 doch zu denken gegeben: Das kleine Kerlchen ist doch zig Mal am Tag im Wasser, und das bei einer Körpertemperatur, die meiner bis auf ein, zwei Grad vergleichbar sein wird. Respekt! Eine beachtliche Leistung für den Kreislauf, auch wird er gut Futter brauchen, um seine Temperatur zu halten.
MIch interessiert, ob sich mein Körper auch etwas mehr in Richtung Anpassung an diese Temperaturen von um die 10° formenn läßt, ob da noch etwas geht.
Das völlige Eintauchen in die Fluten - am 28. 3. geht es schon eine Spur leichter; die ersten Minuten im Wasser aber immer noch gefühlt ziemlich frisch. Das Gefühl der "spürbaren Frische" hält auch noch an, bis etwas 10, 12 Minuten. Danach: allmähliche Gewöhnung an die Wassertemperatur.
Ich orientiere mich etwas an der Kirchturmuhr auf der gegenüberliegenden Seite, möchte doch gut 15 Minuten drin bleiben.
Ich war früher schon einmal Baden in der Ostsee, auf Video aufgenommen, ca. 16 Minuten bei 9° C.
Nachdem ich das Video zusammengeschnitten habe - die Dateien werden immer länger! - bin ich doch etwas überrascht:
Badezeit knapp 24 Minuten!
Lufttemperaturt: 15° C
Wassertemperatur: 10,5 ° C; beide Werte vor Ort gemessen, eine Stunde nach dem Baden

Nach dem Baden bereits etwas weniger "Gebibber" als noch am 26. März - eine heiße Currywurst wird direkt nach dem Bad mit einigem Behagen verschlungen, zu Hause mache ich mir eine Bananenmilch: Sahne, Yoghur, zwei Eßlöffel Gelatine, eineinhalb Eßlöffel Flügge Kieselerde-Pulver, Milch und zwei Banenen - die Banenenmilch, natürlich eine kleine Kolorienbombe, ist in weniger als einer halben Stunde mit ebenfalls großem Behagen ausgetrunken.
Der Körper fühlt sich ziemlich warm an.

https://www.youtube.com/watch?v=vtG20pNZIiE


Bad im Rhein am 29. März:
Rheinbad bei schönstem Sommerwetter - kann man nicht anders sagen. Bei mir oben in Biebernheim (sic!) auf der Südseite so warm, daß man es in der Sonne gerade noch gut aushalten kann, Temperatur dort gegen 30° C., ansonsten unten am Rhein Lufttemperatur um die 22° C.
Sehr schönes, ruhiges Rheinbad in voller Sonne.
Badezeit 24 Minuten, bei gemessenen 11,5° C.
Nach dem Bad noch etwas gebibbert/ geklappert, aber schon spürbar weniger als noch am 28. 3. 2019.

https://www.youtube.com/watch?v=MdTqhgnWQOE&t=5s


Bad im Rhein 30. März:
Nur ganz kurzes Bad im Rhein nach unserem Tharau-Treffen, nur wenige Minuten, da schon später am Abend und ohne Sonne.


Bad im Rhein am 1. April:
Herbstbaden am 1. April 2019 - ein wunderschöner April-Anfang mit eigentlich schon sommerlichen Temperaturen.
Da ich seit 22. März eigentlich jeden Tag im Wasser war, beginnend bei 2 Minuten am 22. 3, dann am nächsten Tag schon 8 Minuten, usw., konnte ich heute schon
über 30 Minuten im Rhein bleiben.
Das Hineingehen ging schon deutlich leichter als in den Tagen zuvor - das Wasser fühlt sich bereits e t w a s warm an: man merkt jedenfalls deutlich, daß es 13° C. sind, und keine 9° C, wie noch vor 10 Tagen.
Es machen sich hier natürlich gleich zwei bedeutende Faktoren bemerkbar: a) das konsequente "Training", also jeden Tag für einige bis etliche Minuten in den Rhein, Baden gehen, und dann die ebenso deutliche Erwärmung des Rheins auf 13° C. im Uferbereich.

Um etwas für unsere Konstitution zu tun, um wirklich länger im Wasser bleiben zu können, ist das jetzt die wertvollste Zeit, auch für das Training des Körpers, damit dieser sich an diese Temperaturen gewöhnt.
Schon mit zwei oder drei Grad mehr an Wassertemperatur, bei 15° C oder doch spätestens bei 16° C hören gewisse Trainingseffekte einfach auf. Der Körper reagiert dann nicht mehr so intensiv mit einer deutlichen Ankurbelung des Kreislaufes, womit dann auch ein stärkerer Reiz verbunden sein dürfte, im Körper Fettgewebe in das sog. "braune Fettgewebe" der Säuglinge umzuwandeln, das ja viel besser die Kalorien liefern bzw. verbrennen kann, um uns im Wasser warm zu halten.

Dieses Bad etwa gegen 14.00 Uhr.

https://www.youtube.com/watch?v=pO9FeARICfE


2. Bad im Rhein, 1. April, gegen 19:00 Uhr, mit Votrag zum Thema Bauchansatz und Herbstbaden:
Da der Tag so schön war, bin ich gegen 19.00 Uhr nochmals Baden gegangen, hierbei hatte sich die Gelegenheit ergeben, dabei gleich etwas zum Thema Bauchansatz zu sagen, und wie man diesem mit der konsequenten Anwendung des Systems des Herbstbadens paroli bieten kann, und das, ohne eine großartige Diät einhalten zu müssen.
Den entsprechenden Beitrag zum Thema Bauchansatz ./. Herbstbaden sehen Sie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=DY4prERdUZY



Ein Bad wie im Jungbrunnen: Ostseebaden am 15. April, 7° C.:
Mein letztes Bad in 2019 vor gut zwei Wochen, am 1. April im Rhein, bei schon 13° C., mit einer Badezeit von gut 30 Minuten, dann am Abend nochmals 15 Minuten.
Für einen trainierten "Herbstbader" ist das schon rchtig "warm" - noch zwei, drei Grad C. mehr, und wir verlassen den physiologisch noch wirksamen "Kernbereich" des Herbstbadens, in dem noch ein nachhaltiger Trainingseffekt für den Körper spürbar ist: lang anhaltende Anrechung der Druchblutung, auch am nächsten Morgen nach dem Aufwachen der ganze Körper angenehm warm durchblutet, von den Zehen bis hinein in die Fingerspitzen!

Nun, von den 13° C. am Rhein zur 7° C frischen Ostsee: schon eine Herausforderung. Aber bei d e m Wetter, und vor allem bei d e n Wellen: da muß man einfach rein.
I m Wasser dann auch, nachdem man die erste Welle abbekommen hat:ein HAUPTSPASS, mit n i c h t s vergleichbar.
Nach dem Bad, ganz erstaunlich: kein Frösteln, kein Geklapper. Wohliges Aufwärmen in den Strahlen der nachmittäglichen April-Sonne.
Mehr geht nicht, das ist Herbstbaden, Spaß, Entspannung und Jungkur in einem.

https://www.youtube.com/watch?v=XL5VxoWyL5s






Herbstbaden in Travemünde, 16. April 2019, bei 7° C.
Munteres, erfrischendes und nachhaltig belebedes "Herbst-" bzw. "Frühlingsbaden" in Timmendorf, bei Wind und Wellen. Schöner geht's nicht.
Die Badezeit von gut 8 Minuten bestätigt meine schon früher aufgestellte These, daß für den geübten Herbstbader bei Temperaturen unter 10° C. Wassertemperatur gilt:
Wassertemperatur in °C = sinnvolle, angenehme Badezeit in Minuten.

Hier auch schön zu sehen: Der Körper wird behutsam auf die zu erwatende Wassertemperatur eingestellt, indem ich einige Minuten bis zu den Knöcheln im Uferbereich hin- und hergehe.

In dem Zusammenhang: Das hier und da zu beobachtende "Anbaden", das Hineinlaufen in die Ostsee im Februar oder März in größeren Gruppen, halte ich physiologisch für suboptimal. Die Leute sollten sich lieber einige Minuten mit der Wassertemperatur vertraut machen, und dann auch einige Minuten (!) wirklich im Wasser bleiben - so würde der Prozeß einer Abhärtung nachhaltig in Gang gebracht, der Kreislauf hätte eine Möglichkeit, sich umzustellen, der Trainingseffekt würde so ganz sicher gesteigert, so daß, nach einigen vorsichtigen Wiederholungen, das Eintauchen in die Fluten als etwas eher "Normales" angesehen würde, und man dann eben auch im März oder April ganz normal in die Ostsee Baden gehen kann, wie der gewöhnliche Kurgast aus Berlin eben im Hochsommer.


https://www.youtube.com/watch?v=O9xq9tDC2KY



Ostseebad in Travemünde in der Karwoche 17. 4. 2019
Bei Kaiserwetter ab in die Ostsee.
Wasserqualität 140%;
Sonnenschein gegen 160% - azurblauer Himmel, wie an der Riviera.
K e i n e Quallen im Wasser, einfach nur N a t u r pur.
Die Wellchen sind dann noch das Tüpfelchen auf dem i.
Badezeit heute, am 17. 4.: ca. 11 Minuten, bei 7° C.
Gestern, 16. 4.: ca. 8 Minuten
Am 15. 4.: 4 Minuten.

Der Sprung vom 16. auf den 17., mit 3 Minuten längerer Badzeit, ist bei den frischen Temperaturen schon beachtlich.
Das Rausgehen heute am 17. 4. geschah zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die Füße mit Kältegefühl bemerkbar machten.
Das ist in etwa so wie im Sommer, wenn man nach 30 oder 40 Minuten Badezeit bei 20° C. oder 22° C. langsam auskühlt, und dann eben ganz normal wieder aus dem Wasser geht.

Nochmals: bitte als Ungeübter so auf keinen Fall nachmachen.
Zu dieser Jahreszeit kann man sich, wenn man unbedingt möchte, allenfalls g a n z langsam, Schrittcen für Schrittchen an diese Temperaturen herantasten.
Leichter geht es im Sonmer, indem man den Körper an längere Badezeiten gewöhnt, und dann diese längeren Zeiten im Wasser mit regelmäßigem Baden weiter nach hinten in den Kalender mitnimmt, bis man im Oktober oder November angelangt ist.
Wer's sehr sportlich nimmt, badet dann auch noch im Dezember, dann natürlich nur noch kurz, und auch das nur vorsichtig.
Ganz wichtig: Im Wasser sollte man n i e frieren, und die Kälte sollte sich nie schmerzhaft bemerkbar machen.
Zittern und Geklapper, auch mit den Zähnen, ist nach meiner Erfahrung o.k., Schmerz wegen Kälte ist es definitiv n i c h t !
Im Zweifelsfall fragen Sie bitte einen erfahrenen Sportarzt.

https://www.youtube.com/watch?v=TbBuv2udHzQ






Herrliches Bad in der Ostsee - Karfreitag 2019
Durch die minimale Tide der Ostsee ist eine kleine Sandbank zum Vorschein gekommen, die sich ideal zum Joggen im Wasser eignet.
Am Anfang: ein kurzer Exkurs über Eigentum und Vermögensbildung.
So nirgends zu finden - das ist mein persönlicher Ansatz, das wird jeder erst einmal g a n z anders sehen.
Badezeit heute 18 Minuten - man will eigentlich gar nicht mehr raus.

Luft 9° C.,
Wasser 7° C.

Ausblick: Beim nächsten Mal möchte ich gerne die Lauf-Komponente noch spielerisch weiter untersuchen/ entwickeln, möglichst unter gleichen Bedingungen, also Ebbe und wenigstens ein paar Wellen.

https://www.youtube.com/watch?v=DkJ2mDXs5M4



Herbstbaden und Pause - wie kommen wir wieder in das System zurück?
https://www.youtube.com/watch?v=6j9VK5j47wc&feature=youtu.be







Übersicht

Rheinbad 22. März, Badezeit 2 Minuten:
https://www.youtube.com/watch?v=5lSNuHu3Yn8

Rheinbad 24. März:
keine Aufnahme, ca. 8 Minuten im Wasser.

26. März 2019, Badezeit 12 Minuten:
https://www.youtube.com/watch?v=XqIZfMnrbe8

27. März 2019, Badezeit 16 Minuten, bei 9,3° C:
https://www.youtube.com/watch?v=4toqCmUnnCo

28. März 2019, Badezeit 24 Minuten, bei 10,5° C:
https://www.youtube.com/watch?v=vtG20pNZIiE

29. März 2019, Badezeit 24 Minuten, bei 11,5° C.
https://www.youtube.com/watch?v=MdTqhgnWQOE

30. März 2019, Badezeit ca. 6 Minuten, bei ca. 12° C.

1. April 2019, Badezeit 31 Minuten, bei 13° C.
https://www.youtube.com/watch?v=pO9FeARICfE

1. April 2019, Badezeit 15 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=DY4prERdUZY

Man beachte die Steigerung der Badezeit, möglich durch einen Gewöhnungseffekt, zumal t ä g l i c h gebadet wird!








Jahresübersicht 2019
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